Heile Welt

Über die Geschichte des Weihnachtsbaums wird in der Adventszeit regelmässig berichtet. Über die Geschichte des Adventskalenders weniger. Deshalb sei dies hier nachgeholt. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. In religiösen evangelischen Familien wurden im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt. Eine andere Variante waren 24 an die Tür oder Wand gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften. Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag bis zum Heiligen Abend.

Kleine gefüllte Schächtelchen

Die wohl früheste Form des Adventskalenders stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Angeblich bastelte eine evangelische Pfarrersfrau für ihren kleinen Sohn Gerhard Papierschachteln und legte in jede ein leckeres Plätzchen hinein. Jeden Tag durfte er nun ein Schächtelchen öffnen und das süße Gebäck verspeisen. So wurde Gerhard die Zeit bis Weihnachten nicht zu lange.

Der Adventskalender symbolisiert für mich – in Zeiten von Krisen, Kriegen und Corona – die Sehnsucht nach einer heilen Welt. Eigentlich müsste man einen „Kalender der Hoffnung“ kreieren, mit 365 Türchen und 365 Botschaften. Vielleicht liessen sich die schlechten Nachrichten der Gegenwart und Zukunft leichter ertragen.

Allen es guets Nöis.

Mehr dazu hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Adventskalender