Zibelemärit

Heute ist in Bern Zibelemärit. Der Bund beschäftigt sich mit dem Ursprung des Brauchs:

https://epaper.derbund.ch/index.cfm/epaper/1.0/share/default?defId=46&publicationDate=2021-11-22&newspaperName=Der%20Bund&pageNo=14&articleId=125624941&signature=BCFDBD172FA9500BD3B47FDEF61C4FCD1F1BA085
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Beim Berner Zibelemärit sind die Zwiebeln mittlerweile mehr Dekor als eigentlicher Zweck. Wer geht schon mitten in der Nacht in die Innenstadt, um geflochtenes Gemüse zu kaufen? Doch das war nicht immer so: Seit dem Spätmittelalter gibt es Jahrmärkte in Bern. Um den St. Martinstag (11. November) war es Usus, sich mit Vorräten für den Winter einzudecken, ist im Kochbuch «Zum Zunfttisch» des Casinos nachzulesen. Zwiebeln wurden nicht feilgeboten, weil sie jeden Dienstag im Zibelegässli verkauft wurden.

Ab 1850 brachten die Marktfahrer vom Mont Vully sie schon am Abend vor der Martinimesse, die am Dienstag stattfand, in die Stadt. Sie verkauften bereits in der Nacht ihre Ware, nebst den Zwiebeln auch Kastanien, Nüsse, Bohnen, Endivien und Schwarzwurzeln und Meerrettich. 1892 transportierte ein Zug ganze 13 Waggons Zwiebeln von Murten nach Bern. Ab dann sprach man vom Zibelemärit. Seit zehn Jahren ist der Jahrmarkt von der Unesco als «Lebendige Tradition» gelistet.

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